• alt-icon
  • Urologe gesucht und gefunden!

    Ziel unserer Urologen und Urologinnen ist es, die fachmedizinische Versorgung der Bevölkerung in unserem Raum langfristig zu sichern unter Beachtung einer leistungsgerechten Vergütung.

Die Prostata (Vorsteherdrüse)

Die Prostata hat beim jungen Mann etwa die Größe einer Kastanie und gehört zu den Geschlechtsorganen. Sie besteht aus einzelnen Drüsen, Muskelfasern und Bindegewebe und ist von einer derben Kapsel umschlossen.

Die Prostata liegt unterhalb der Blase am Blasenausgang, umschließt die Harnröhre und geht in den Harnröhrenschließmuskel über. Man kann die Prostata sehr gut vom Enddarm her tasten. Sie steht in enger Verbindung zu den Hoden, den Samenbläschen, dem Penis, der Blase sowie dem Enddarm. Sie bildet einen wesentlichen Bestandteil der Samenflüssigkeit und reinigt mit ihrem Sekret die Harnröhre von Urinresten vor dem Samenerguss.

Die gutartige Prostatavergrößerung

Die Prostata (Vorsteherdrüse) des erwachsenen Mannes wiegt normalerweise ca. 15 – 20 g. Ab dem 45. Lebensjahr beginnt die Prostata zu wachsen. Hierfür werden Veränderungen im Hormonhaushalt verantwortlich gemacht. Genau weiß man das aber noch nicht. Eine Prostatavergrößerung allein ist noch nicht behandlungsbedürftig, erst bei Beschwerden. Diese entstehen, wenn die wachsende Prostata die Harnröhre nach innen zusammendrückt und somit den Harnabfluss behindert. Es kommt zu einer Einengung der Harnröhre und des Blasenausganges mit den hierfür typischen Beschwerden beim Wasserlassen.

Symptome: Es werden mehrere Stadien der gutartigen Prostatavergrößerung unterschieden:

Im Anfangsstadium kommt es nur zu einer Verzögerung der Blasenentleerung, zunächst typischerweise morgens nach dem Aufstehen. Der Harnstrahl wird schwächer und dünner und die Blasenentleerung dauert länger. Oft wird eine Zunahme der Miktionshäufigkeit beschrieben und es kommt zum nächtlichen „müssen müssen“. Gelegentlich findet sich auch ein vermehrtes Nachträufeln nach dem Wasserlassen mit den typischen Flecken in der Unterhose. Bei weiterer Zunahme der Prostatagröße (Stadium 2) nehmen die beschriebenen Beschwerden zu und eine vollständige Blasenentleerung gelingt nicht mehr. Oft kommt es zur zweizeitigen Miktion, nach dem Wasserlassen verbleibt ein störendes Restharngefühl. Der Patient hat den Eindruck, die Blase sei trotz der Entleerung nicht leer geworden. Insbesondere nachts entwickelt sich ein zunehmend unangenehmer Harndrang, der die Patienten zwingt, in immer kürzeren Abständen aufzustehen, um die Blase zu entleeren. Die Ursache liegt darin, dass durch Prostatagrößenzunahme und bestehendem Restharn die funktionelle Speicherkapazität der Harnblase abnimmt . Durch den Restharn am Blasenboden können sich auch vermehrt Entzündungen ausbilden.

Bei weiter fortschreitendem, unbehandeltem Krankheitsverlauf kann es dann auch zu einer sog. Überlaufinkontinenz kommen, d.h. einer tröpfelnden und unkontrollierten Entleerung der ständig übervollen Harnblase. Kommt es auf Grund der Abflussbehinderung der Harnblase zu einem Rückstau des Urins in die Nieren, so ist das Endstadium der Erkrankung erreicht. Unbehandelt kommt es zum Nierenversagen und damit zum Tod des Patienten.