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  • Urologe gesucht und gefunden!

    Ziel unserer Urologen und Urologinnen ist es, die fachmedizinische Versorgung der Bevölkerung in unserem Raum langfristig zu sichern unter Beachtung einer leistungsgerechten Vergütung.

Steinerkrankungen

Nieren -/oder Harnleiterstein:

Symptome:

  • starke Koliken,
  • Übelkeit und Erbrechen,
  • Kreislaufprobleme,
  • Unruhe.

Sofortige Therapie erforderlich. Die akute Behandlung besteht in der Gabe von Schmerzmitteln und krampflösenden Medikamenten - oft sind Infusionen erforderlich . Der Kolikschmerz gehört zu den stärksten Schmerzen. Deshalb ist die Schmerzbeseitigung das erste Behandlungs-Prinzip. Nach Schmerztherapie erfolgt die Diagnostik. Durch Ultraschall und Röntgen lassen sich die vermuteten Steine lokalisieren. In Abhängigkeit von der Steingröße und – lage erfolgt die weitere Therapie.

Ca 60-80 % der Steine gehen spontan (von selbst) ab.

Die Steinentfernung kann medikamentös, operativ oder durch Zertrümmerung geschehen. Eine Litholyse - die Auflösung von Steinen durch Verabreichung von Medikamenten - geht nur nur bei Harnsäuresteinen und kleinen Zystinsteinen. Nicht abgangsfähige Harnleitersteine werden endoskopisch entfernt (von innen). Dabei wird eine Optik ( Endoskop) in Narkose über Harnröhre und Blase in den Harnleiter eingeführt. Der Stein wird dann an Ort und Stelle zertrümmert und abgesaugt oder bis in die Niere vorgeschoben. Danach wird er dort durch Stoßwellen (ESWL) zertrümmert. Durch die ESWL (Abkürzung für Extra- korporale Stoßwellen-Lithotrypsie) werden die meisten Nierensteine zertrümmert. In der Regel gehen die Steinreste spontan ab. Eine Narkose ist bei dieser Therapie nur selten nötig.. Bei diesen Verfahren muss manchmal als begleitende Maßnahme der Harnabfluss durch Katheter oder eine Harnleiterschiene sichergestellt werden. Eine Operation in Narkose ist nur bei sehr großen und komplizierten Steinen nötig. Dabei wird mit einer Sonde oder über einen Hautschnitt an die Niere herangegangen und der Stein direkt zertrümmert und entfernt.

Nach erfolgter Steintherapie beraten Sie ihr(e) Urologe(in) ausführlich zur zukünftigen Steinverhinderung. Die Ursache der Steinbildung ist ein multifaktorielles Geschehen (Geschlecht,Vererbung, Lebensweise, ethnische Herkunft, Trinkverhalten, Ernährungsstörung, begleitende chronische Erkrankungen etc). Eine einseitige Diät bringt meistens keinen Erfolg. Viel Trinken ist am wichtigsten (mindestens 2 Liter tgl).

Blasenstein:

Blasensteine bilden sich als Ablagerung in der Harnblase und kommen vor allem bei Patienten mit Blasenentleerungsstörungen vor. Auch häufige Infekte können Steinablagerungen implizieren. Symptome sind außer der Blasenentleerungsstörung (Restharn!) allenfalls noch eine schmerzlose Hämaturie (blutiger Urin) oder häufige Blasenentzündungen. Blasensteine werden in der Regel mit feinen Instrumenten (Zangen, Schlingen) endoskopisch (von innen und unter Sicht) zertrümmert und abgesaugt. Bei sehr großen Ablagerungen kann auch einmal eine operative Steinentfernung durch einen Bauchschnitt nötig werden. Die Behandlung mit Stoßwellen-Therapie (ESWL) ist ebenfalls möglich.